Bevor Sie Ihre Verkaufskanäle festlegen, sollten Sie Ihre Produktion sicher im Griff haben. Für handgemachte Kerzen benötigen Sie unverzichtbares Material wie Kerzenwachs, Dochte, Duftöle oder Behälter, das Terre de Bougies für Sie bereithält.



Offline-Verkauf: eine Beziehung zu Interessenten und Kunden aufbauen

Da Sie nun wissen, dass der Kerzenmarkt ein rentables und leicht zugängliches Geschäftsfeld ist, lohnt es sich, auch vor Ort präsent zu sein: So bauen Sie eine authentische und dauerhafte Beziehung zu Ihrer Kundschaft auf. Zugleich machen Sie Ihre Duftwelt ganz konkret erlebbar, lösen Spontankäufe aus und stärken Ihre Bekanntheit in der Region. Hier einige Ideen, wie Ihre Marke auch jenseits des Bildschirms Strahlkraft entfaltet.

Kerzen auf lokalen Märkten verkaufen

Lokale Märkte / Kunsthandwerksmessen / Pop-up-Stores: der unkomplizierte Turbo für Ihren Kerzenverkauf

Lokale Märkte, Kunsthandwerkermärkte und Pop-up-Stores gehören zum Pflichtprogramm und sind eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Kundschaft zu erweitern und sich ein Netzwerk aufzubauen. Zudem ist die Teilnahme – je nach Reichweite und Beliebtheit der Veranstaltung – meist unkompliziert. Warum also nicht davon profitieren? Setzen Sie auf Zeiten mit großem Besucherandrang (Weihnachten, Muttertag, Herbst) und meiden Sie heiße Sommertage, die Ihren Wachsfondants zusetzen oder Ihre Kerzen zum Schmelzen bringen können.

Bieten Sie immer eine Kontaktmöglichkeit an (Visitenkarte, QR-Code zu Ihren sozialen Netzwerken, Website …), damit Ihre Kunden Sie nach der Veranstaltung leicht wiederfinden. So machen Sie aus Erstkäufern Stammkunden und erhöhen Ihre Chancen, sie in Ihre Kundendatenbank aufzunehmen.


Lokale Händler: präsent sein ohne eigenes Schaufenster

Auch der Verkauf über Händler ist ein interessanter Vertriebskanal, vor allem wenn Sie kein eigenes Ladengeschäft haben. Ihre Kunden können dort an Ihren Kreationen schnuppern, und Sie gewinnen neue Interessenten, die später auf Ihrer Website bestellen. Bauen Sie lohnende, langfristige Partnerschaften auf, legen Sie Ihre Konditionen fest, finden Sie eine gemeinsame Basis – und halten Sie die vereinbarten Bedingungen immer schriftlich fest.

Wo können Sie Ihre Duftkerzen ausstellen? Einige Ideen für Partnerschaften:

  • Floristen: Blumensträuße, in Szene gesetzt mit Raumsprays, Wachsfondants, Kerzen usw.
  • Concept-Stores: Liebhaber von Deko-Objekten mit Kreationen erreichen, die zum Stil des Ladens passen.
  • Kosmetikstudios, Spas, Hotels: ein rundum sinnliches Erlebnis bieten und das Wohlgefühl bis nach Hause verlängern.
  • Friseure und Wellnesssalons: Die Duftkulisse fördert Entspannung und Markenbindung.

Halten Sie jede Zusammenarbeit in einer klaren Vereinbarung über Margen, Kommissions- und Rücknahmebedingungen fest, um Ihre Partnerschaft abzusichern.


Private Verkaufsveranstaltungen: ein besonderes Erlebnis schaffen

Bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten ein einzigartiges Erlebnis, indem Sie sie an einen geselligen Ort einladen: zu sich nach Hause, in ein gemütliches Café, auf eine sonnige Terrasse oder sogar zu Gastgebern, die Sie gerne für sensorische Workshops oder private Verkaufsveranstaltungen empfangen. In herzlicher Atmosphäre erhalten Ihre Gäste persönliche Beratung und entdecken Ihre Neuheiten. Solche besonderen Momente eignen sich ideal, um Spontankäufe anzuregen und zugleich eine starke, dauerhafte Bindung zu Ihrer Community aufzubauen.


Eigenes Ladengeschäft: die Krönung … die klug vorbereitet sein will

Wer träumt nicht davon, ein eigenes Kerzengeschäft zu eröffnen? Viele Unternehmer sehen in diesem Schritt den ultimativen Erfolg. Dennoch ist Realismus gefragt: Die Fixkosten sind erheblich (Miete, Nebenkosten, Einrichtung, Personalkosten, falls Sie Mitarbeiter einstellen). Ideal ist diese Option daher erst, wenn Ihr Geschäft bereits stabil und dauerhaft tragfähig ist.

Der eigentliche Trumpf eines Ladens? Der direkte Kontakt zu Ihren Kunden und die einzigartige Möglichkeit, sie Ihre Düfte entdecken zu lassen. Das sinnliche Erlebnis wird zu Ihrem besten Verkaufsargument.


Online-Verkauf: ein leistungsstarkes Werkzeug, das allen offensteht

Online zu verkaufen war noch nie so einfach … und so strategisch. Dank digitaler Tools können heute selbst unabhängige Kreative ein großes Publikum erreichen, eine treue Community aufbauen und ihren Umsatz steigern – ganz ohne Ladengeschäft. Onlineshop, soziale Netzwerke, Marktplätze oder Newsletter: Jeder Kanal hat seine Besonderheiten, Vorteile und Chancen. Entscheidend ist, diejenigen zu wählen, die am besten zu Ihrer Markenwelt, Ihrer Kundschaft … und Ihren Zielen passen.

Onlineshop: ein leistungsstarkes, leicht zugängliches Werkzeug für den Verkauf Ihrer Kerzen

Mit den digitalen Tools von heute kann jeder einen eigenen Onlineshop starten. Je nach Ihren Ambitionen entscheiden Sie sich für einen einfachen Shop oder eine aufwendigere Website mit erweiterten Funktionen. Wenn Sie diesen Bereich selbst übernehmen möchten und keine technische Erfahrung mit dem Erstellen von Websites haben, empfehlen wir Ihnen einen „schlüsselfertigen“ Website-Baukasten. Das Angebot an solchen Lösungen wächst stetig.

Lösung Vorteile Nachteile
Shopify

Extrem schneller Einstieg: geführte Einrichtung, intuitive Benutzeroberfläche.

Kundensupport rund um die Uhr: Hilfe per Chat und E-Mail, umfangreiche Dokumentation.

Skalierbarkeit: passend für jede Entwicklungsphase.

Multichannel-Verkauf: Synchronisierung der Lagerbestände, Auswertung jedes einzelnen Kanals.

Laufende Kosten: monatliches Abonnement + Verkaufsprovisionen.

Abhängigkeit vom Shopify-Ökosystem: Infrastruktur, Quellcode, Hosting und Funktionen der Website bleiben unter der Kontrolle von Shopify.

Wix / Odoo / Hostinger

Visueller Editor: einfache Handhabung, keine technischen Kenntnisse erforderlich.

Umfangreiche Vorlagenbibliothek und unbegrenzte Anpassung von Farben und Schriften.

Integrierte Tools: Werkzeuge für SEO, Marketing, DSGVO, Analytics usw.

Grenzen im anspruchsvollen E-Commerce: bei komplexen Anforderungen (Cross-Selling, mehrere Währungen, ausgefeilte Lagerverwaltung) schwer erweiterbar.

Schwankende Performance: Websites teils langsamer und technisch weniger optimiert.

WordPress + WooCommerce

Open Source & kostenlos: flexibles Budget – Sie zahlen nur das Hosting und das, was Sie hinzufügen.

Maximale Flexibilität: Jede beliebige Funktion lässt sich über Plugins oder eigenen Code umsetzen.

Beliebtes Tool: zahlreiche Ressourcen und leicht integrierbare Erweiterungen verfügbar.

Technische Wartung unerlässlich: Updates, Sicherheit und Plugin-Kompatibilität verwalten Sie selbst oder über einen Dienstleister.

Längere Lernkurve: Installation, Anpassung, Hosting … alles muss manuell eingerichtet werden.

Soziale Netzwerke sind zu echten interaktiven Schaufenstern und sogar zu neuen Verkaufsplattformen geworden. Diese Form des Verkaufens nennt sich Social Selling.

Die meistgenutzten Plattformen zum Einkaufen sind Facebook, TikTok, Instagram und Pinterest. Laut einer Studie von Hostinger nennen 46 % der Social-Media-Käufer Facebook als wichtigste Plattform.

 

Soziale Netzwerke: Ihre Kreationen verkaufen und dabei eine Community aufbauen

Zahlen und Fakten
Laut einer Studie der Plattform Adyen gaben zwischen 19 % und 30 % der Menschen in Frankreich an, 2024 bereits direkt über soziale Netzwerke eingekauft zu haben. Und die Studie geht noch weiter: Der Gesamteinfluss sozialer Netzwerke auf die Customer Journey und die Kaufabsicht ist sogar noch größer und kann bis zu 60–70 % der Verbraucher betreffen – insbesondere durch Empfehlungen von Influencern und gezielte Werbung.

Sie haben es sicher erkannt: Auf diesen Kanälen nicht präsent zu sein, wäre ein Fehler. Legen Sie für den Anfang ein Konto an und bauen Sie eine Community auf. Bespielen Sie Ihre Kanäle regelmäßig, veranstalten Sie Gewinnspiele, interessieren Sie sich für Ihre Follower und kommen Sie mit ihnen ins Gespräch.


Verkaufen per Newsletter: ein rentabler Kanal

Die E-Mail wird oft unterschätzt, ist aber einer der rentabelsten Verkaufskanäle. Mit einem gut gemachten Newsletter bauen Sie eine dauerhafte Beziehung zu Ihren Kunden auf, kurbeln Wiederholungskäufe an und setzen Ihre Neuheiten in Szene – ganz ohne Abhängigkeit von Algorithmen.

  • Qualifizierte Zielgruppe: Ihre Abonnenten interessieren sich bereits für Ihre Markenwelt – schließlich haben sie sich selbst angemeldet.
  • Umfassende Personalisierung: Segmentierung nach Profil, Empfehlungen auf Basis früherer Käufe, Geburtstagsangebote usw.
  • Einfache Automatisierung: E-Mails nach einer Bestellung, bei abgebrochenem Warenkorb oder als sanfte Erinnerung nach mehreren Wochen Inaktivität.
  • Rentabilität: Die Kosten pro Versand sind gering und der Return on Investment ist oft höher als bei sozialen Netzwerken.

Mit Tools wie Brevo, Mailchimp, MailerLite, Omnisend oder Benchmark Email erstellen Sie ansprechend gestaltete, automatisierte und wirkungsvolle E-Mail-Sequenzen – ohne Marketingprofi sein zu müssen. Da sie erschwinglich sind, eignen sie sich perfekt für den Einstieg, ohne Ihr Budget zu belasten.

 

Marktplätze: ein Sprungbrett für den Start, das strategisch genutzt werden will

Wenn Sie Ihre Produkte bei einem großen Publikum testen möchten – auch international und ohne technische Investitionen –, sind Marktplätze Ihre Verbündeten.

Breit aufgestellte Marktplätze

Lösung Vorteile Nachteile
Etsy

Ideale Plattform für kreative Unternehmer, die ein weltweites Publikum aus Millionen von Käufern erreichen möchten.

Zielgerichtete Community: Die Käufer kommen gezielt wegen Handgemachtem, Vintage oder Personalisiertem.

Der Kreative im Mittelpunkt: Shopseite, Storytelling, Personalisierung.

Starkes internes SEO: gutes Ranking bei Google und auf Etsy.

Mehrfache Gebühren: 6,5 % + Zahlungsabwicklungsgebühren + Einstellgebühren.

Starke Konkurrenz unter Kunsthandwerkern: Fotos, Beschreibungen und Kundenbewertungen wollen sorgfältig gepflegt werden.

eBay

Leicht zugängliche, internationale Plattform. Im Gegensatz zu Etsy stellt eBay nicht ausschließlich handgemachte Kreationen in den Vordergrund.

Internationale Plattform: Zugang zu Käufern auf der ganzen Welt.

Neu- oder Gebrauchtware: breites Käuferspektrum.

Hartnäckiges „Second-Hand“-Image: wenig vorteilhaft für hochwertige oder handgemachte Kreationen.

Veraltete Benutzeroberfläche: weniger intuitiv als andere Plattformen.

Und Amazon? Ein sehr großer Marktplatz, der potenziell interessant ist, sobald Sie sich bereits eine gewisse Bekanntheit erarbeitet haben – damit Ihr Angebot nicht in der Masse der Konkurrenz untergeht. Zudem können Provisionen von bis zu 10 % anfallen.

Spezialisierte Marktplätze für Deko und Kunsthandwerk

Lösung Vorteile Nachteile
Ankorstore

Großer Marktplatz ausschließlich für B2B, mit mehr als 300.000 Händlern.

Starker B2B-Marktplatz: entwickelt, um Marken und europäische Wiederverkäufer zusammenzubringen.

Internationale Sichtbarkeit: Zugang zu Tausenden unabhängigen Läden in Europa.

Vereinfachte Abläufe für Profis: Zahlungsziele und gebündelte Bestellungen.

Auswahl bei der Aufnahme: Nicht alle Marken werden automatisch angenommen.

Große Konkurrenz: Die Sichtbarkeit hängt von der Vertriebsstrategie und den Sonderangeboten ab.

Un Grand Marché

Sympathischer Marktplatz, gegründet für Hobby- und Profikreative.

Spezialisiert auf französisches Kunsthandwerk: ideal, um ein Publikum zu erreichen, das Wert auf Handgemachtes und Regionales legt.

Engagierte Community: Kundschaft auf der Suche nach Authentizität und Unikaten.

Einfaches Einstellen der Produkte: zugängliche Oberfläche, kaum technische Hürden.

Weniger geeignet für B2B: hauptsächlich auf B2C ausgerichtet, mit teils niedrigem durchschnittlichem Warenkorbwert.

Verkaufsgebühren: Provisionen auf jeden Verkauf (zusätzlich zum Abonnement), die an der Marge nagen können.

Faire

Verkaufsplattform ausschließlich für B2B, mit mehr als 100.000 Verkäufern.

Ähnliche Positionierung wie Ankorstore: B2B-Marktplatz für Kreative, Kunsthandwerker und unabhängige Marken.

Unterstützung bei Logistik und Marketing: Hilfen für mehr Sichtbarkeit, kostenloser Versand, vereinfachte Retouren für die Käufer.

Zugang zu einem großen Händlernetz: präsent in Europa und in den USA.

Komplexe Preiskonditionen: Provisionen, verpflichtende Aktionen oder teils vorgegebene Endverkaufspreise.

Risiko der Markenverwässerung: Platzierung neben anderen, ähnlichen und teils konkurrierenden Marken.

Diese Plattformen machen es Ihnen leichter, sichtbar zu werden, doch denken Sie daran, dass die Provisionen hoch sein können und die Konkurrenz groß ist. Nutzen Sie sie als Sprungbrett und bauen Sie parallel Ihre eigene treue Kundschaft auf – aber niemals als einzigen Verkaufskanal, vor allem nicht am Anfang.


Verkaufskanäle gewählt – und wie geht es weiter?

Nachdem Sie Ihre Verkaufskanäle gewählt haben, ist es Zeit, einen Gang höher zu schalten und Ihre Vertriebsstrategie zu strukturieren (Angebot, Positionierung, Branding, Nutzenversprechen, Ziele). Denn Verkaufen heißt nicht nur, überall präsent zu sein … Es geht darum, durchdacht und stimmig zu verkaufen.